Michaela BAUKS, Theologie des Alten Testaments, Basiswissen Theologie und Religionswissenschaft, UTB-Band 4973, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 978-3-8252-4973-1, 472 S.
Abstract
Eine Theologie des Alten Testaments zu schreiben, ist eine schöpferische Tätigkeit. Es geht darum, die Botschaft von Texten, die in mindestens 600 Jahren entstanden sind und dabei teilweise ältere Traditionen aufnehmen, zusammen zu sehen und ein theologisches Konzept zu entwickeln, das sie einigermaßen zusammenhält und den Überblick ermöglicht. Eine Religionsgeschichte des AT ist in dieser Hinsicht leichter zu schreiben, denn sie bedarf keines theologischen Konzeptes. Wenn ein solches Werk in einer Reihe herausgebracht wird, die Basiswissen vermitteln will, wird die Aufgabe nochmals schwerer, weil es darum geht, Grundlagen des Wissens in einer gut verständlichen Sprache darzustellen und das setzt einen Prozess des Sortierens und Systematisierens voraus. Selbstverständlich ist dabei, dass eine ganze Reihe von Teilaspekten, die auch wichtig wären, nur tangential angegangen oder vernachlässigt werden.
B. legt hier eine Theologie des Alten Testaments vor, die sich sehen lassen kann. Das Buch lässt sich relativ leicht lesen und verstehen. Es ist in einer Reihe erschienen, die auch für Religionslehrer gedacht ist. Die Ausrichtung auf die Praxis hin dokumentieren die beiden Anhänge, die die Perikopenordnung für Prediger (S. 419-437) und die Themen /Texte der Lehrpläne in Schulen (S. 439-453) angeben. Das Buch ist also auch als Nachschlagewerk gedacht, als praktische Hilfe für den konkreten Bedarf der Pfarrerin oder des Pfarrers und der Religionslehrerin oder des Religionslehrers. Dazu helfen auch die kleinen Hinweise am Seitenrand, die Themen angeben und Querverweise enthalten. Die zusammenfassenden Darlegungen helfen gleichzeitig den Dialog mit Juden und Moslems zu fördern, weil die Bibel als Gemeingut dieser drei großen Religionen gesehen wird, jeweils in ihrer spezifischen Nuancierung. Pädagogisch gedacht ist auch die Gesamtdarstellung, die die wichtigen Themen anhand von zum Teil längeren Texten deutlich macht, die im Wortlaut angeführt werden. Aus diesem Grund werden viele Texte zitiert und auf ihre theologische Ausrichtung hin ausgelegt. Dazu zieht B. ausführlich Parallelen aus dem Alten Orient zum Verständnis heran und zeigt damit auf, in welcher Umwelt die Aussagen des AT konzipiert und verstanden wurden.
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