Karl-Heinrich OSTMEYER, Jüdische Gebete aus der Umwelt des Neuen Testaments. Ein Studienbuch. Text – Übersetzung – Einleitung, Biblical Tools and Studies (BiTS 37), Peeters, Leuven – Paris – Bristol, CT 2019, ISBN 978-90-429-3853-3, I-XVI+ 484 S.

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Abstract

Das Buch präsentiert sich in vorzüglicher Ausmachung. O. veröffentlicht darin die Texte von 54 Gebeten aus der Zeit zwischen dem 3. vorchristlichen Jh, bis ins 3. nachchristliche Jh. Die Auswahl hat O. selbst getroffen und zwar so, dass er aus einer Schrift jeweils einen ihm besonders charakteristischen erscheinenden Text ausgewählt hat und von den in der judäischen Wüste gefundenen, ein spezifisches Fragment. Dadurch bekommt der Leser einen Einblick in die Vielfältigkeit der Gebete und der Beter in diesem Zeitraum und wird gleichzeitig angehalten, diese Texte genau zu studieren und eigene Schlüsse daraus zu ziehen. Dazu bringt O. bei jedem zitierten Text zunächst eine Einleitung zu dem entsprechenden Werk, in dem das Gebet begegnet mit Angabe der Literatur, es folgt die Einführung in den jeweiligen kürzeren oder längeren Text mit weiteren Literaturhinweisen vor allem auf die Übersetzungen ins Englische, Französische und Deutsche und dann die Texte selber in der Originalsprache, hebräisch, griechisch oder lateinisch mit Anmerkungen zum Text, zur Übersetzung und zum Verständnis. Der Stand der Wissenschaft in den Einleitungsfragen wird sorgfältig wiedergegeben, ohne dass O, sich selber festlegt. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die auch wahrgenommen werden soll, dass sich die Leserin oder der Leser, ein eigenes Bild macht. Das Buch ist aus Übungen mit Studierenden hervorgegangen, wobei viele mitgeholfen haben, dass das Buch in der vorliegenden Form entstanden ist.

  1. bringt eine beeindruckende Sammlung sehr verschiedener Gebete, die er teilweise an versteckten Stellen vorgefunden, im Laufe seiner langen Lehrtätigkeit gesammelt und in Seminaren mit Studenten bearbeitet hat. Er beginnt mit den Hymnen (Hodajot) aus Qumran, denen er einen apokalyptischen Hymnus und eine Danksagung entnimmt, es folgen elf Gebetstexte aus den Höhlen bei Qumran mit verschiedener Ausrichtung, an deren Ende das Gebet von Bar Kochba, gefunden im Nahal Hever. Diesen werden die Gebete in den Pseudepigraphen des Alten Testaments (Testamente der zwölf Patriarchen, Sibyllinen, Testament Hiobs, Joseph und Asenet, das Leben Adams und Evas, Pseudo-Philo /Liber Antiquitatum Biblicarum/, Himmelfahrt des Mose, Griechische Baruch-Apokalypse, 4Esra, Esra-Apokalypse, Paralipomena Jeremiae) angeschlossen. Diesen folgen die Gebete aus den Apokryphen (Judit, Weisheit Salomos, Tobit, Jesus Sirach, Baruch, Makkabäerbücher, Zusätze zu Esther; Zusätze zu Daniel, Manasses Gebet; Ps 151). Nicht in bekannten Büchern publiziert ist die Grabinschrift auf zwei Stelen aus Rheneia und das Gebet Jakobs (Oratio Jacobi). Die Gebete bei Philo von Alexandrien und bei Josephus in seinen Altertümern bilden den Abschluss.

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2026-05-12

How to Cite

KLEIN, H. (2026). Karl-Heinrich OSTMEYER, Jüdische Gebete aus der Umwelt des Neuen Testaments. Ein Studienbuch. Text – Übersetzung – Einleitung, Biblical Tools and Studies (BiTS 37), Peeters, Leuven – Paris – Bristol, CT 2019, ISBN 978-90-429-3853-3, I-XVI+ 484 S. Studia Universitatis Babeș-Bolyai Sacra Scripta, 256–258. Retrieved from https://studia.reviste.ubbcluj.ro/index.php/sacrascripta/article/view/10271

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